Unter dem Motto „Japan, Yes!“ reisten in der vergangenen Woche 22 Geschäftsführer und Produktdirektoren von namhaften Reiseveranstaltern und Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Japan, um sich in Tokyo und Kyoto ein eigenes Bild über die derzeitige touristische Situation zu machen.
Dazu Werner Sülberg, Vice President, Unternehmensentwicklung beim Deutschen Reisebüro: “Japan hat nichts von seiner Faszination und Exotik zwischen teilweise mittelalterlichen Traditionen und Hypermoderne eingebüsst. Es ist beeindruckend, wie die Bevölkerung mit der erst vor einem halben Jahr geschehenen Katastrophe umgeht. Und damit meine ich vor allem die über 20.000 Erdbeben- und Tsunami-Opfer sowie die breitflächigen Verwüstungen in der Region um Sendai, die in Europa durch den Reaktorunfall von Fukushima, durch den bislang kein Opfer zu beklagen ist, weitgehend verdrängt worden sind. Es ist richtig und wichtig, dass die Touristikbranche durch ihre völkerverbindende Funktion und Solidarität positive Signale für Japan setzt, so wie sie dies auch schon in vielen anderen Krisensituationen für andere Länder getan hat.“
Neben einem umfangreichen Besichtigungsprogramm stand der Austausch mit Vertretern der japanischen Tourismusindustrie im Fokus. In Kyoto umfasste das Programm auch eine buddhistische Tempelzeremonie, bei der die Gäste der Tsunamiopfer gedachten. Höhepunkt der Reise war die Teilnahme am japanischen Lichterfest „Obon“, bei dem alljährlich am Abend des 16. August in Kyoto die Seelen der Verstorbenen mit gigantischen Bon-Feuern aus dem Diesseits verabschiedet werden.
Das Bild zeigt die Teilnehmer kurz vor der Fahrt von Tokyo Shinagawa mit dem Shinkansen Superexpress nach Kyoto.